Interview mit Marcel Müller

Marcel Müller spielt seit Anfang der Saison 2012/2013 in der schwedischen Eliteserie bei MODO und hat gerade mit der Deutschen Nationalmannschaft den Deutschland Cup 2012 in München gewonnen.

Er begann seine Karriere bei den Jungadler in Mannheim für die er in den Jahren von 2003-2005 drei Mal DNL Meister wurde (Deutsche Nachwuchs Liga). Im Jahr 2005 wechselte er in seine Heimatstadt zu den Eisbären Berlin, bei denen er für die nächsten zwei Jahre in der DEL spielte und die Deutsche Meisterschaft gewann. Nach diesem Erfolg wechselte er für zwei Jahre zu den Kölner Haien, mit denen er im Play-off-Finale 2008 an seinem Ex-Club den Eisbären Berlin scheiterte.

Im Juli 2010 unterschrieb Marcel Müller einen NHL-Einstiegsvertrag über zwei Jahre bei den Toronto Maple Leafs, wo er am 15. Januar 2011 sein erstes NHL Spiel gegen die Calgary Flames bestritt. Nach nur drei Einsätzen spielte er die Saison in der AHL bei den Toronto Marlies, wo er das AHL Finale verlor.

 




Birgit Eiblmaier hat Marcel Müller nach dem Sieg beim Deutschland Cup in München zum Interview gebeten.

 

Herzlichen Glückwunsch zu dem Erfolg. Wie beurteilst Du die gezeigten Leistungen?

Marcel: Also man hat in den letzten Spielen gesehen, dass sehr oft die so genannten Kleinigkeiten entscheidend sind. Es ist uns besonders in den letzten beiden Spiel gelungen, sehr wenig Fehler zu machen und aus einer sicheren Abwehrleistung heraus zum Erfolg zu kommen. Die Chemie in der Mannschaft stimmt, da versteht sich jeder mit jedem und die meisten kennen sich schon länger, teilweise schon aus den Nachwuchsmannschaften. Es hat wieder viel Spaß gemacht mit der Truppe zu spielen.


Wie ist Dein erster Eindruck von dem neuen Bundestrainer Pat Cortina?

Marcel: Sehr gut. Das System von Pat Cortina passt einfach gut zu uns und das konnten wir ganz gut umsetzen. Er ist ein sehr ruhiger angenehmer Trainer.


Im Februar steht die Olympiaqualifikation an. Wirst Du von Deinem Club in Schweden die Freigabe erhalten?

Marcel: Das ist kein Problem. Wir haben in Schweden zu diesem Zeitpunkt auch eine Pause und wenn Pat mich dabeihaben möchte, dann freue ich mich auf diese Aufgaben und werde sehr gerne für Deutschland spielen.

Wie kam denn der Wechsel nach MODO (Schweden) zu Stande? Gab es aus der DEL keine Angebote?

Marcel: Doch es gab schon einige Angebote aus der DEL, aber die Verantwortlichen aus MODO möchten mir mit dieser Verpflichtung helfen, den Weg zurück nach Amerika zu machen um dann wieder in der NHL zu spielen. In Schweden fühle ich mich derzeit richtig gut aufgehoben.


Wie sieht denn aktuell die vertragliche Regelung in MODO und der NHL für Dich aus?

Marcel: Ich habe mit Toronto keinen Vertrag mehr, sondern bin jetzt erstmal für ein Jahr in MODO vertraglich gebunden. Alles Weitere werden wir dann sehen.


Was hast Du für Unterschiede in der Schwedischen Liga zu der NHL bzw. zur DEL festgestellt?

Marcel: In der NHL wird wesentlich schneller und härter gespielt, was natürlich vor allem an der kleineren Eisfläche liegt. Das Spielsystem in der DEL ist ähnlich wie in der NHL, da es in Deutschland sehr viele nordamerikanische Trainer gibt. In Schweden wird meiner Meinung nach viel mehr Wert auf Technik gelegt. Es wird z.B. nicht so häufig die Scheibe tief ins gegnerische Drittel gespielt, sondern viel mehr selbst über die blaue Linie getragen als in den beiden anderen Ligen.
Für mich war es am Anfang natürlich etwas ungewohnt wieder auf der großen Eisfläche zu spielen, aber nach drei Spielen ist man wieder drinnen und dann passt das ganz gut.


Du hast bislang drei NHL Spiele bestritten. Erzähl uns doch bitte über das erste Spiel etwas?

Marcel: Das war natürlich etwas ganz besonderes. Für mich ist da ein Lebenstraum in Erfüllung gegangen. Es war schon sehr besonders überhaupt im Kader zu stehen und ich bin froh, dass ich diese Chance bekommen konnte.


Bekommt das NHL Trikot einen Ehrenplatz bei Dir?

Marcel: Momentan liegt das Trikot noch in einer Tasche auf dem Speicher, aber sobald ich eine eigene Wohnung oder Haus habe, dann wird es sicherlich in einem Rahmen einen Ehrenplatz bekommen.


Hast Du Dich in Schweden schon eingelebt? Vermisst man etwas in Schweden?

Marcel: Ich habe mich schon sehr gut an alles gewöhnt. Wenn ich etwas vermisse, dann das Deutsche Essen, oder den Besuch bei einem Bäcker, wo man eine Schnuppe oder ein Brötchen bekommt, das ist in Schweden und in Kanada etwas anders als in Deutschland. Bis auf Guten Morgen und Aufwiedersehen, habe ich noch keine großen Fortschritte in der schwedischen Sprache gemacht, da alles andere fast nur auf Englisch besprochen wird.




5 Kurfragen an Marcel Müller

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